Ökologie

Ökologie

Der Grundsatz

Der Ökologische Weinbau ist die wohl weitgehendste Möglichkeit, in der Landwirtschaft die Natur zu schonen:

Ökowengärter verzichten konsequent auf den Einsatz chemisch-synthetischer Hilfsmittel im Weinberg und in der Kellerwirtschaft. Eine Düngung auf leicht löslichen Mineraldünger ist im Weinberg strikt untersagt. Schließlich entstanden die Forderungen nach einem umweltverträglichen Weinbau aus den bekannten Problemen unserer vom Weinbau geprägten Kulturlandschaft - Trinkwasserbelastung mit Nitrat, Herbiziden und Pestiziden sowie Bodendegenerierung und -abspülung.

Die Rebenernährung

Bevor ich mit der Arbeit beginne, prüfe ich den Zustand der Böden mit Hilfe der Spatendiagnose. Danach lockere ich den Boden, um meinem Saatgut die Möglichkeit zu geben auch in tiefere Bodenschichten vor zu stoßen.

Als Saatgut verwende ich verschiedene Leguminosen (Klee, Wicke) und Wildkräuter (Phacelia, Ringelblume, Schafgarbe, Wilde Möhre, Fenchel, Buchweizen). Diese vielartige Begrünung schafft ein stabiles Ökosystem, welches die Nährstoffe im Boden aufnimmt und der Rebe zur Verfügung stellt.

Falls die so erschlossenenNährstoffe nicht ausreichen, werden noch organische Dünger, wie Bio-Komposte oder Mist,ausgebracht. Organische Dünger (Hornmehl, Rizinus), die auf langen Transportwegen aus Asien zu uns gelangen, wende ich nicht an. Die Begrünung walze oder mähe ich je nach Wuchshöhe nieder

Die Pflanzenpflege

Hierbei hilft uns die Begrünung der Weinberge:
Die Kräuter aus meiner Begrünung bieten nützlichen Insekten Lebensraum und Nahrungsquelle. Hierdurch kann ich auf chemische Insektizide verzichten. Tierische Schädlinge werde bei uns also nicht mit der chemischen Keule bekämpft - wovon sollten sonst die Nützlinge leben.

Des weiteren bringen wir natürliche Rebenstärkungsmittel wie Gesteinsmehl, Algenextrakt und Schachtelhalmtee aus, die noch durch natürliche Hilfsmittel, wie Wasserglas und Schwefel ergänzt werden. Nur bei starkem Pilzdruck werden zusätzlich Kupferpräparate in homöopathischer Dosis eingesetzt.

Nach jahrelanger Beobachtung der positiven Auswirkungen der Konstellationen (Saattage, Schnittzeitpunkt, …) werden meine Reben seit dem Jahr 2003 kontrolliert nach den Richtlinien des Demeter-Bundes bewirtschaftet. Hierbei steht an erster Stelle die konsequente mehrmalige Pflege meiner Pflanzen mit den Präparaten Hornkiesel (verstärkt die natürliche Fähigkeit von Pflanzen Sonnenenergie aufzunehmen), Hornmist (setzt die Pflanze in eine bessere Beziehung zur Erde) und Baldrian. Das Dynamisieren (rühren) der Präparate erfolgt aus Überzeugung mit der Hand:

Für die Ausbringung habe ich eine spezielle Spritze entwickelt. Mit ihr wird in mehreren Metern über den Rebzeilen das Hornkieselpräparat fein vernebelt.

Rotweinbereitung

Die Trauben werden nach schonender Handlese entrappt (vom Stielgerüst getrennt). Gleich im Anschluss erfolgt das Extrahieren der roten Farbstoffe aus der Beerenhaut. Wir wenden sowohl das Verfahren der klassischen Maischegärung in der offenen Bütte, als auch die moderene Maischeerwärmung an.

Im Anschluss an die alkoholische Gärung erfolgt der biologische Säureabbau (Bakterien wandeln Apfelsäure in Milchsäure um).

Bis zur Abfüllung wird der junge Wein mehrfach durch Tiefenfilter (Zelluloseplatten, die mit Gesteinsmehlen versetzt wurden) geklärt.

Während der ganzen Zeit ist der Keller sauber zu halten. Hierbei verzichten wir auf chlorhaltige Reinigungsmittel und greifen stattdessen zum Schrubber.

Weißweinbereitung

Die Trauben werden nach schonender Handlese entrappt (vom Stielgerüst getrennt).
Das Abpressen erfolgt nach einer Standzeit von 4 bis 12 Stunden.
Danach erfolgt die Saftvorklärung mittels natürlicher Sedimentation.

Der Weißwein wird kontrolliert bei max. 18 °C vergoren, was angenehm fruchtige Weine garantiert. Im Anschluss an die alkoholische Gärung wird der junge Wein mehrfach durch Tiefenfilter (Zelluloseplatten, die mit Gesteinsmehlen versetzt wurden) geklärt und in Flaschen gefüllt.

Während der ganzen Zeit ist der Keller sauber zu halten. Hierbei verzichten wir auf chlorhaltige Reinigungsmittel und greifen stattdessen zum Schrubber.

Die Kontrolle

Jeder Arbeitsschritt im Weinberg und Keller wird dokumentiert und von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüft. Die staatlich anerkannte Kontrollstelle, garantiert zusammen mit dem Winzer für die umweltfreundlichste Erzeugung von Wein. Ökowein erkennt man an der Zulassungsnummer der Kontrollstelle (in unserem Weingut DE-003-Ökokontrollstelle für die Firma Lacon mit Sitz in Offenburg), die auf dem Etikett ausgewiesen werden muss.

Zudem sind wir seit 1994 Mitglied im Ecovin-Bundesverband:
Die Richtlinien dieses Fachverbandes für ökologischen Weinbau gehen weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen für Ökowein hinaus.Nur Weine die auf die Einhaltung der Ecovin-Richtlinien kontrolliert wurden dürfen mit dem Ecovin-Logo ausgezeichnet werden.

Über Jahren hinweg wurden die Auswirkungen der Mondphasen / Saattage beobachtet. Im Jahr 2003 wurde dann begonnen die Weinberge konsequent nach biologisch-dynamischen Methoden zu pflegen - das Ökoweingut Stutz ist seitdem Demeter zertifiziert.

Close Window